Palermo

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Die Überfahrt von Silizilien ist kurzweilig. Denn kurzentschlossen hat sich ein Teilnehmer der Tunesien-Rally entschieden, mit nach Sizilien zu fahren und den TET zu erkunden. Basti (Rebelzer) ist freischaffender Künstler und kann sich die Zeit nehmen. Auf seiner alten Transalpt begleitet er also Erika und mich in das neue Abenteuer.

Als Palermo in Sicht kommt, steigt die Vorfreude bei mir. Es war gar nicht so einfach, ein zentral gelegenes Hotel zu finden. Der Hammer ist dann der Preis für die Garage. Aber egal, mitten in Palermo sollen unsere Motorräder nicht am Straßenrand stehen. Ein Vorurteil? Vielleicht, doch wir sind uns einig.

Als die Taschen auf dem Zimmer und die Motorräder in der Garage stehen, gönnen wir uns schnell eine Dusche, um dann in Palermo auf Touri zu mimen. Es geht in die doch sehr überfüllte Altstadt und wie immer, wenn ich nach Italien komme, ist zuerst ein "Gelato" Pflicht. :-)

Während wir so durch die mal engeren und mal breiteren Gassen von Palermo schlender, Eis schleckend und in dem Versuch, die Touri-Massen zu ignorieren, entdecken wir einen alten Mercedes. Eine "Strich-Achter" (wie auch immer man das korrekt schreibt! :-D ). Daran ein deutsches Kennzeichen und davor ein älterer Herr, der verzweifelt versucht, den Stern wieder an der Haube zu montieren. Schnell kommen wir ins Gespräch, schnell bietet Basti Hilfe an und schnell ist klar: der Besitzer braucht zum Schrauben zusätzliche Hände und dann sitzen wir irgendwann in dieser geilen alten Kiste, fahren zu Didi, der seit drei Jahren hier wohnt. Nach einem Drink bei ihm Zuhause geht es zu einer Trattoria der Locals. Moretti, Aperol, Pizza und Panini und auf einmal ist der Abend vorbei.

Didi hat sich übrigens als weitgereister Motorradfahrer mit ein paar alten Schätzchen entpuppt, der fast in Cuba gelandet wäre und aufgrund seiner Arthrose in den Süden Europas emigriert ist. Palermo at night, mit dem einheimischen Gewusel und nicht mehr dem der Touris, ist toll! Noch toller aber ist der nächste Tag bei Didi. 

Der Abend in Palermo begrüßt mich morgens erst einmal nachhaltig. Egal! Ibu frühstücken habe ich mir nach gut drei Wochen auch mal verdient. Und so einiges mehr scheinbar auch. Denn bevor es Richtung TET geht, besuchen wir noch einmal Didi. Er hat angeboten, dass wir einmal seine alte Morini fahren dürfen. Da konnte ich nicht Nein sagen und so verlassen wir gegen Mittag Palermo. Das Grinsen in meinem Gesicht könnte dabei breiter nicht sein!