Auf der Straußenfarm Hohensayn
Eine Rippenprellung ist eine blöde Sache. Man denkt nicht nach, bewegt sich ganz normal und zack...Autsch!
Das ist nichts, womit man mit dem Motorrad und Zelt unterwegs sein sollte. Vor allem, wenn der Doc was von wenig bewegen und Ruhe und Schonung erzählt hat.
So starte ich ausnahmsweise mit Elliot in das Wochenende. In seinem Bauch mein Fahrrad. Das einzige Fahrzeug bei mir ohne Namen. Worüber ich nachdenke, während ich in den Westerwald aufbreche. Mein Ziel ist diesmal der Straußenhof Hohensayn (https://straussenhof-hohensayn.de/), wo ich mich mit Freunden treffe. Hier gibt es seit diesem Jahr einen Stellplatz für autarke Campingfahrzeuge, allerdings mit WC und Dusche.
Kurz vor Bad Marienberg schickt mein Navi mich durch Lautzenbrücken und von dort auf ein kleines Gässchen, eigentlich einen Wirtschaftsweg durch den Wald. Ich ignoriere die Verbotsschilder und zuckele durch den Wald und an trockenen Wiesen vorbei. Mein Fenster ist offen und die Geräusche der Natur verbreiten - obwohl hörbar - eine zauberhafte Ruhe.
Auf einer kleinen Anhöhe am Waldrand erreiche ich mein Ziel. Mehrere Gebäude, darunter ein zuckersüß angelegtes Ferienhäuschen kommen in mein Blickfeld. Ein kleines Backhaus wurde gebaut, in dem wochenends Brot frisch gebacken wird. Es steht neben einer einladenden Caféterrasse. Alles ist liebevoll gestaltet und alte Landmaschinen bilden eine ganz natürliche Einheit mit den neueren und auch den ganz neuen Gebäuden.
Am Samstag geht es dann auf's Rad und wir fahren eine 40km-Tour durch den Westerwald. Unser Ziel ist die Wasserfurt durch die Große Nister bei Hirtscheid. Ein schöner Spaß, aber Vorsicht! Totale Rutschgefahr!
Zurück am Straußenhof hat uns der Hunger im Griff. Wir folgen wunderbaren Düften aus Richtung des Hofcafé und lassen uns das knusprige Bauernbrot und leckere Waffeln schmecken.
Frisch gestärkt laufen wir die kleine Runde über den Hof, lernen wie ein Perlhuhn tatsächlich aussieht und dass dieses gegenüber den fellig wirkenden Brahmas ganz schön zickig ist. Und dann beeindrucken uns die Strauße, die neugierig an den Zaun kommen. Der zum Glück zwischen ihnen und uns ist. Wir sind uns einig, dass wir weder den Schnäbeln, noch den dinoartigen Krallen direkt begegnen möchten.
Mir wird bewusst, welch imposante, aber auch interessante Tiere das sind.
Zum krönenden Abschluss des Tages genießen wir den Blick auf einen wunderschönen Sternenhimmel und die Nächte der Perseiden lassen uns manchen Wunsch in den Nachthimmel schicken.