Mit dem Kippschalter nach Marrakesch!

Der Entschluss steht recht früh fest! Zwar möchte  ich eigentlich keine Autobahn fahren,  aber ich bin ja nicht in einem meiner Urlaube, sondern beim Rodeo.  Nur treiben lassen ist also nicht. Also auf nach Marrakesch, zumal die "Schlüsselersatzlösung" jetzt optimiert funktioniert! 

Mein Pech hat sich nicht nur bei den Motorradleuten rumgesprochen. Auch die Autoleute wissen es und plötzlich steht jemand vor mir und hat einen Kippschalter. Die Jungs ersetzen fix das Wago-Klemmen-Steckprovisorium und erleichtern mir so, die Zündung ein- und auszuschalten. Nun ist Tante Elsbeth endgültig ein besonderes Einzelstück! ???? 

 

Und dann geht's los! Das Rodeo startet! Mit einer Live-Schalte zum Sat1-Frühstücksfernsehen, denn es fährt ein Fernsehmensch als Teilnehmer mit. Für uns (Christian, Tobias und Markus nehmen mich quasi mit) geht's nun zu einer langweiligen, 6-Std-Tour nach Marrakesch. Mit zwei Unterbrechungen für leckere Tajine kommen wir irgendwann an.

Die Bilder der Landschaften sind in meinem Kopf. Vom Grün um Marrakesch über ärmliche Baracken an der Autobahn zu Feldern hin, bei denen nur das frische Stroh in einem Gehege von Leben zeugt. Von trockenen Bachläufen bis zu zahlreichen Eselskarren, die durch die schroffen Hügel getrieben werden. Und schließlich der grandiose Anblick des Atlasgebirges, als wir in der steigenden Hitze vom Meer, mit angenehmen Temperaturen um 20-24 Grad ins Landesinnere fahren und in Marrakesch von über 30 Grad und dem typisch wuseligen Verkehrschaos empfangen werden. 

 

Ein anstrengender Tag ohne Fotosessions, mit blitzsauberen modernen Raststationen, Blicken und Momenten im Vorüberrauschen kann auch ein Land verkörpern.